Die fruchtbaren Tage erkennen.

Viele Frauen glauben, dass sich die fruchtbaren Tage ganz einfach berechnen lassen. Daher erfreuen sich Eissprungrechner großer Beliebtheit. Mit diesen Rechnern soll die Fruchtbarkeit errechnet werden. Das muss nicht unbedingt funktionieren: Schließlich sind Menstruationsrechner vor allem ineffizient. Außerdem vergessen die Frauen, die zu einem derartigen Rechner greifen, dass es viel sinnvoller ist, auf den eigenen Körper zu achten.

Mit Hilfe des Körpers fruchtbare Tage berechnen.

ovuquick120x600

Es geht nämlich darum, die Signale, die der eigene Organismus sendet, zu beachten. Daher sollten Sie Fruchtbarkeitsrechner zunächst ignorieren und stattdessen gezielt erkennen, wann sich Ihr Körper in einem fruchtbaren Stadium befindet. Schließlich erkennt der Körper selbstständig den Zeitpunkt, an dem der fruchtbare Zustand eintritt: Dabei verrät er innerhalb eines jeden Zyklus, wann die Chancen am Höchsten sind. Dies geschieht durch den so genannten Zervixschleim. Ein Eissprungrechner kennt diesen Schleim nicht: Stattdessen werden Menstruation und Zykluslänge als Indizien genommen, mit denen ein ungefährer Eisprung berechnet werden soll. Doch die Realität sieht anders aus: Dort tritt der ersehnte Eisprung nur in den seltensten Fällen am errechneten Tag ein. Außerdem unterscheidet sich die Zyklen von Mal zu Mal: Daher kann der Eisprung mit derartigen Rechnern wohl kaum erkannt werden.

Durch einfache Rechnungen fruchtbare Tage berechnen.

Natürlich können Sie es trotzdem versuchen: Dafür nutzen Sie ihre durchschnittliche Zykluslänge. Wenn Sie ihre genaue Dauer Ihres Menstruationszyklus nicht kennen, können Sie sich am Durchschnitt orientieren und 27 Tage zur Grundlage Ihrer Berechnungen machen. Vom Zeitraum ziehen Sie nun einfach 14 Tage ab. Das Ergebnis addieren Sie einfach zum ersten Tag ihrer Periode hinzu. Schon haben sie den theoretisch fruchtbarsten Tag errechnet. Mit einem Rechenbeispiel wird die Vorgehensweise deutlich erkennbar: Wenn ihr Zyklus durchschnittlich 29 Tage beträgt, müssen sie die bereits erwähnten 14 Tage abziehen. Heraus kommen 15 Tage. Wenn sich der erste Tag Ihrer Periode am 03.01.2013 ereignete, wird Ihr Eisprung am 18.01.2013 (3+15=18) stattfinden. Das Ergebnis ist leider in jedem Fall nur theoretischer Natur und äußerst unzuverlässig. Die Einzelfälle, in denen das zuvor errechnete Ergebnis tatsächlich zutrifft, sind eher die Glückstreffer, die es durchaus geben kann. Sie wünschen sicherlich keinen Glückstreffer, sondern wollen Ihre Fruchtbarkeit ganz genau zu erkennen. In diesem Fall hilft die Beobachtung des eigenen Körpers. Außerdem sollten Sie die Grundlagen kennen, aus denen sich Schwangerschaften ergeben können. Weil auf diesem Gebiet sehr viel Unwissen existiert, beschäftigen wir uns an dieser Stelle zunächst mit den Grundlagen.

Durch Wissen fruchtbare Tage berechnen.

Rund um den Eisprung befinden Sie sich auf dem zyklischen Höhepunkt ihrer Fruchtbarkeit. In diesem Zeitraum kann die Eizelle zwischen 12 und 18 Stunden befruchtet werden. Spermien erhalten ihre mögliche Befruchtungsfähigkeit sogar über einen Zeitabschnitt von fünf Tagen. Dies ist jedoch nur unter optimalen Gegebenheiten der Fall. Wer den Zeitraum der weiblichen Fruchtbarkeit mit der maximalen Befruchtungsfähigkeit der männlichen Spermien zusammenführt, kommt also auf einen maximalen Zeitraum von fünf Tagen, in denen die Fruchtbarkeit der Frau genutzt werden kann. Bei der ansonsten verbleibenden Zeit handelt es sich um unfruchtbare Tage. Sie müssen also die fruchtbaren von den unfruchtbaren Tagen unterscheiden. Dabei hilft Zervixschleim. Es handelt sich dabei um ganz besonders wichtigen Schleim, der ein eindeutiges Signal darstellt, mit dem der Körper den Eisprung und damit die Fruchtbarkeit signalisiert.

Mit einfachen Rechenmodellen fruchtbare Tage berechnen.

Es gibt einfache Rechnungen, mit denen sich die Fruchtbarkeit der Frau erkennen lassen soll. Dabei ziehen Sie die bereits zuvor erwähnten 14 Tage von Ihrer durchschnittlichen Zyklusdauer ab. Das errechnete Ergebnis markiert Ihren Eisprung: Die fruchtbaren Tage können dann drei bis vier Tage vor dem Eisprung beginnen und etwa einen Tag nach dem Eisprung ihrem Ende entgegengehen. Das errechnete Ergebnis ist allerdings äußert ungenau. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn Ihr Zyklus nicht dem optimalen 28-tägigen Zyklus entspricht oder wenn Sie Schwankungen in der Dauer des Menstruationszyklus beobachten können. Mit den einfachen Rechnungen werden Sie allerdings niemals den genauen Zeitpunkt der Fruchtbarkeit erkennen können. Allerdings gibt es erfolgversprechendere Möglichkeiten, mit denen Sie die Fruchtbarkeit ganz genau bestimmen können. Dabei können Sie diese Erkenntnisfähigkeiten sowohl zur Schwangerschaft als auch zur Verhütung nutzen. In beiden Fällen sollten Sie sich vor allem auf den Zervixschleim konzentrieren, da er den wichtigsten Hinweis auf die eintretende Fruchtbarkeit darstellt.

Mit komplizierten Rechnungen fruchtbare Tage berechnen.

Es gibt nicht nur einfache Rechnungen, sondern auch kompliziertere Modelle, mit denen Sie ihre Fruchtbarkeit berechnen können. Dabei handelt es sich zum Beispiel um den sogenannten Eissprungrechner, der auch Eissprungkalender genannt wird. Doch auch hier ist das Ergebnis oftmals ungenau und entspricht nur annähernd den Tatsachen. Stattdessen ist es viel zielführender, wenn Sie ihren Menstruationszyklus zunächst beobachten und anschließend auswerten. So können Sie ihre fruchtbaren Tage viel genauer erkennen. Ein weiteres Modell ist der so genannte Fruchtbarkeits- oder Menstruationskalender, mit dem die fruchtbare Zeit angezeigt wird. Doch die Ergebnisse lassen auch hier an der Wirksamkeit zweifeln: Oftmals liegt es zwischen fünf und sechs Tagen neben der eigentlichen fruchtbaren Phasen. So können Frauen, die ein Kind bekommen wollen, zur Verzweiflung getrieben werden: Schließlich sind fünf bis sechs Tage eine halbe Ewigkeit, wenn es um die Ihre eigene Fruchtbarkeit geht. Ein Fruchtbarkeits- oder Menstruationskalender ist also ebenso wenig zu empfehlen. Stattdessen sollten Sie Ihren Menstruationszyklus ausführlich beobachten und anschließend auswerten.

Fruchtbare Tage berechnen: Verschiedene Fakten zum Thema.

Es gibt viele zwei Gründe, die dazu führen, dass Frauen die Zeit ihrer Fruchtbarkeit erkennen wollen. In den meisten Fällen geht es um eine gezielte Schwangerschaft, die mit Hilfe der verschiedenen Rechenmodelle herbeigeführt werden soll. Doch die Zahlen sprechen für sich. Im ersten Menstruationszyklus werden lediglich 28 Prozent aller Frauen schwanger, die von einem Kind träumen und daher die Schwangerschaft gezielt herbeiführen. Innerhalb von sechs Monaten können sich immerhin 60 Prozent aller Frauen ihren Traum vom Nachwuchs erfüllen. Die Chancen lassen sich allerdings immens steigern, wenn sich die betroffen Frauen und ihre Partner ein profundes Wissen über die Möglichkeiten der Schwangerschaft erarbeiten. Dann können Sie auf unnötige und unseriöse Rechenmodelle verzichten, die nur dazu führen, dass nach 14 Tagen Sex angestrebt wird, mit dem der Kinderwunsch in vielen Fällen dann doch nicht in Erfüllung geht. Es geht auch anders: Durch genaue Beobachtung der Zyklen, können Sie die Tage der Fruchtbarkeit genau erkennen. Durch diese Methode werden 81 Prozent aller Frauen in einem Zeitraum von sechs Monaten schwanger. Nach zwölf Monaten sind es sogar 92 Prozent.